16.10.2016 - 22. Oldtimerrallye Dinslakener AMF e.V. im ADAC

Wenn die Dinslakener Automobil- und Motorsportfreunde e.V. zur alljährlichen Oldtimerrallye rufen, kommen wir vom 1. Walsumer AC gerne. Und so hieß es am Sonntag, den 16. Oktober, wieder einmal "VollDAMF voraus". Sieben Teams liefen auf den Marken Alfa Romeo, MG, Porsche, Wartburg, Volkswagen zum Start an der Trabrennbahn auf. Für Sportleiter Volker Machemehl galt es noch ein Luxusproblem zu lösen und die Teams in gleich zwei Nennungen für die Mannschaftswertung zu verteilen.
Der Goldene Oktober hatte ein Stelldichein mit der DAMF Oldtimerrallye - und so gingen die ersten Teams frisch gestärkt durch ein gutes Frühstück bei bester Laune auf die Strecke. Ab 10.00 Uhr wurden die 78 Teilnehmer auf die knapp 120 km lange Strecke los gelassen. Drei Fahrer absolvierten diese alleine auf Motorrädern fahrend und erledigten sämtliche Aufgaben in Personalunion, die sonst Fahrer und Beifahrer sich teilen.  
Im Team mit der Startnummer 61 meldete das seit rund drei Jahren aktive Team aus Erich Schreiber am Roadbook und Sebastian Winkler am Lenkrad, wie fast immer auf VW Polo. Im vorherigen Jahr galt es, für jeden Kreisverkehr ein "K" in die Bordkarte zu vermerken - welches die beiden prompt im ersten Kreisverkehr an der Trabrennbahn verpassten und sich die restliche Strecke darüber herrlich ärgerten. Einen so frühen Fehler galt es zu verhindern und so fuhren die beiden ab dem Start aufs Höchste aufmerksam und langsam los. Belohnt wurden sie nach wenigen Metern nach einer Wende mit einem "Baumaffen" (Sichtkontrolle). Dadurch motiviert, den DAMFis dieses Mal nicht so schnell auf den Leim gegangen zu sein, ging es weiter und selbst die SK im schon bekannten Kreisverkehr wurde gefunden. Die dicksten Dinger lagen aber noch vor ihnen...
Ein paar Kilometer später war eine Sonder-Orientierungsfahrt (Ori) im Voerder Gewerbegebiet Grenzstraße zu fahren. Eine komplexe Strecke von insgesamt etwa acht Kilometern (!!) musste eigenhändig anhand einer Skizze mit einigen wenigen vorgegebenen Pfeilen und einer Handvoll einfachen Regeln ausgearbeitet und korrekt abgefahren werden. Zur Kontrolle, ob man das auch richtig macht, waren unterwegs zahlreiche SK zu notieren. Es gab ein schönes Bild, als unzählige bunte und knatternde Oldtimer kreuz- und quer, sicher auch zeitweilig orientierungslos, im Gewerbegebiet umher gefahren sind. Hier und da gab es auch Zeit und Gelegenheit, für analoge Car-to-Car-Communication mit Stimme und Signalhorn.
Weiter auf der Strecke waren wie immer Fragen bei Durchgangskontrollen (DKs)  - idealerweise richtig - zu beantworten. Erich und Sebastian sind jetzt auf jeden Fall schlauer, welche Autohersteller in frühen Tagen auch Fahrräder hergestellt haben, woran Pferde erkranken können und wo Zebras auf einem Stalldach stehen. Den inoffiziellen Höhepunkt bei dieser touristischen Rallye stellte die Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) dar, bei der eine festgelegte Strecke mit einem exakten Geschwindigkeitsschnitt zu fahren ist. Dort haben Erich und Sebastian ein wenig Profi-Luft geschnuppert und schon vorab die exakten Sollzeiten anhand der Streckenlängen ausgerechnet. Da man auf dem letzten Stück vor dem Ziel mit der Zeitmessung nicht mehr anhalten darf, muss man also mit der Stoppuhr möglichst exakt an das Ziel heranfahren, wo Sekundenbruchteilgenau gemessen wird. Zwar haben sich die beiden ein wenig "verbummelt", also zu lange die Zeit abgetrödelt, die durch etwas zu schnellen Fahrens zu viel auf der Habenseite stand, aber 3,7 Minuspunkte bei möglichen 20 war im Ergebnis trotzdem okay.
Sechs WAC-Teams kamen planmäßig ins Ziel, das siebte Team musste aufgrund technischen Defekts das Fahrzeug unterwegs wechseln und konnte daher nicht alle Aufgaben lösen und Sichtkontrollen finden. Während die DAMF-Kollegen schon über Bordkarten, Fragebögen und Tabellen brüteten, konnten die Teilnehmer noch vom Tribünenhaus zusehen, wie sich die spätsommerliche Sonne für den Tag verabschiedete, während die Oldtimer auf dem Geläuf der Pferderennbahn aufgereiht standen.
Fünf WAC-Teams haben es auf Pokalplätze geschafft, darunter war auch der zweite Platz in der Gesamtwertung. In der Clubwertung hatte eine der beiden WAC-Mannschaften gegen die erfahrenen Mitstreiter des befreundeten ACN Wesel ein wenig die Nase vorne und dafür erhielt der 1. Walsumer AC einen Pokal für die Vereinsvitrine.
Eins muss einfach mal gesagt werden: es ist nicht leicht, im Zirkelschlag von max. 40 Kilometern um den Start-/Zielpunkt eine abwechslungsreiche und reizvolle Strecke mit anspruchsvollen Aufgaben auszuarbeiten. Schon gar nicht, wenn man es wie die Dinslakener Automobil- und Motorsportfreunde e.V. bereits zum 22. Mal macht. Diese Herausforderung wurde aber erneut mit Bravour gemeistert, so dass wir den DAMF  für eine wieder einmal wunderbare Rallye danken möchten und schon jetzt versichern, dass wir dem Ruf im nächsten Jahr zur 23. DAMF Oldtimerrallye gerne folgen werden.
Herzlichen Dank, DAMF!  Bis zum nächsten Mal!
Sebastian Winkler - 1.Walsumer AC