01.11.2016 - Training "Sollzeitprüfung"  1.Walsumer Ac e.V. im ADAC

Fahren wir mit unseren Autos fast ausschließlich schlauchlose Reifen, dann ist das normal. Das man im Rallyesport nicht ohne Schlauch auskommt ist auch normal, nur dass es sich hierbei nicht um den Schlauch im herkömmlichen Sinn handelt, sondern einen Zeitmessschlauch. Mittels des Druckes, welcher im Schlauch beim Überfahren erhöht wird, wird das Zeitmessgerät aktiviert. Anders als bei der Lichtschranke, die durch das vorderste Fahrzeugsteil (z.B. Stoßstange) ausgelöst wird, ist es beim Schlauch das Vorderrad, was die Messung ausgelöst, was im Einzelfall einen Unterschied beim Messbeginn von bis zu 1 Sekunde ausmachen kann. Soviel zur Technik.
Am Dienstag, den 01.11.2016 traf sich eine übergroße Hand voll aktiver Mitglieder des 1. WAC im Gewerbegebiet Voerde, um den Umgang mit diesen beiden Zeitmess-Verfahren zu trainieren, zumal es mittlerweile zum Standard von Oldtimerveranstaltungen gehört, eine sogenannte Sollzeitprüfung mit in die Fahrt einzubauen. Pünktlich, wie der Chef unseres Vereins, Dr. Rainer Holzborn, eingeladen hatte, erschienen die Teilnehmer um 11.00 Uhr. Das Wetter, für diese Jahreszeit ein Traum, war die Stimmung entsprechend gut. Nachdem das Gerät “scharf“ war, begann es nach dem Motto, vom leichtem zum schweren, noch entsprechend entspannt.
Lichtschranke war angesagt. Die Aufgabe war eine vorgegebene Strecke in einer vorgegebenen Zeit zu durchfahren, möglichst nicht schneller aber auch nicht langsamer. Das konnte jeder mehrere Male üben, bevor es zu der nächsten, schon anspruchsvolleren Aufgabe kam. Hier wurde gefordert, die jeweils kürzeste Strecke von Pfeil zu Punkt oder Strich zu fahren, wobei nicht gegen den Strich oder Pfeil gefahren werden durfte. Hier wurde dann mit Schlauch gemessen. Natürlich war auch hierfür eine Zeit vorgegeben, die wie eben schon erwähnt, einzuhalten war. Die nächste Aufgabe bestand darin, nach Chinesenzeichen eine Strecke zu finden, wie sollte es anders sein, natürlich auch wieder mit Zeitvorgabe. Spätestens diese Aufgabe sorgte dafür, das fast alle Mitstreiter nun auf dem sprichwörtlichen “Schlauch“ standen, denn nach Meinung aller war hier ein Fehler in den Chinesenzeichen aufgetreten. Hiermit war Rainer, der Fuchs, um die Truppe bei Stimmung zu halten, zunächst einverstanden und dieser “Chinese“ wurde dann andersrum gefahren, so dass auch dann wieder alle am Schlauch ankamen und nicht auf selbigem mehr standen. Auflösung folgte jedoch später durch Rainer, denn die Nummerierung der Chinesen waren standardmäßig auf der rechten Seite, bei dem vermeintlich falschen Zeichen stand die Nummerierung links vom Zeichen, also war, gemäß internationaler Reglung dieses Zeichen gespiegelt, oder anders ausgedrückt doch richtig. Als letzte Aufgabe war die Fischgräte im Angebot, natürlich wie alles mit Zeitvorgabe. Auch wenn diese
Art der Streckenführung einigen zunächst suspekt war, wurde sie nach anfänglichen Schwierigkeiten doch von allen gemeistert.
Fazit: Einmal Üben macht noch keinen Meister, aber schon bedeutend schlauer und gibt Selbstsicherheit für die nächsten Veranstaltungen. Learning by doing macht auch in der Gruppe mehr Spaß und davon hatten wir jede Menge. Schon jetzt sind wir uns einig, dass wir diese Übung wiederholen werden. Der Dank gilt Rainer, der uns mit seiner Erfahrung wieder viel vermittelt hat. Natürlich danken wir auch Sebastian und Emil für ihren Einsatz.
Volker Machemehl - Sportleiter  1.Walsumer AC