24.03.2018 - Ori-Mittelsaar

Oh je, Oh je ! Was sind wir dieses Mal fürchterlich reingefallen ! Im letzten Jahr hatten Emil und ich uns das erste Mal an die Saar gewagt, allerdings in der Klasse AK, und uns hatte die Veranstaltung sehr gut gefallen. Nun, diesmal wollten wir uns an die B-Aufgaben wagen, und es hat uns, aber auch die Konkurrenten, mächtig erwischt !
Aber der Reihe nach. Ralf Schackmann, zusammen mit Beifahrer Marc Stoll letztjähriger Gewinner der West-OM-Meisterschaft, ist Fahrtleiter beim MSC Mittelsaar. Startlokal am 24.2. zum 2. West-OM-Lauf war in Schengen, im Bistro des "Europa Museum Schengen" , wo man an die Unterzeichnung des "Schengener Abkommens" für die Freizügigkeit in Europa erinnert.
Auch die "Mittelsaar-Ori" war eine durch und durch europäische Veranstaltung, Start in Luxemburg, Ziel in Deutschland, dazwischen stetiger Wechsel über die "Grüne Grenze" zwischen Frankreich und dem Saarland,  25 Teilnehmer, aus Deutschland, Belgien, Luxemburg.
Diese Umstände haben offenkundig auch Ralf Schackmann zu Höchstleistungen getrieben. 140 Km Strecke, 35 Km/h Schnitt, 5 Stunden (mit Karenz) Zeitfenster, 15 Aufgaben, ca. 110 Kontrollen (wir hatten am Ende 62, und beileibe nicht nur Richtige !). Es ist müßig zu sagen, daß bei den Aufgaben ganz tief in die Trickkiste gegriffen worden war, so daß von nur einer Falle pro Aufgabe beileibe nicht die Rede sein konnte. Also kein Wunder, daß die Sieger Woll/Stoll (C, Saar, 130 Strafpunkte) mit 36 Karenzminuten die Schnellsten waren, Opp/Schewior (B, Solingen, Platz 2, 140 Strp.) 55 Min. und Steffan/Wörner (C, Stuttgart, 3./150 Strp.) 58 Min. brauchten, wir, Osthold/Holzborn (B, WAC, 13./230 Strp.) mit 60 Min. die Karenz ganz ausreizten, und damit noch mit Grasges/Schrammel (B) die Luxemburger  (240 Strp.) gerade noch hinter uns ließen.
Darf man sich dann beklagen ? Nein, sicher nicht. Aber daß wir uns bereits bei den ersten 5 Zeichen in der Aufgabe 1 bereits 5 Fehlkontrollen holten, ist schon bemerkenswert. Allerdings, der zweitweiteste Weg zum Punkt 2 führte für mich über 1 1/2 Runden Kreisverkehr hinter der Moselbrücke, und nicht um das Einkaufszentrum herum ! Und beim Nacharbeiten am Sonntag war dieser Kreisel z.T. "einlienig", wo gibt es denn so etwas (in der Wirklichkeit?).  So möchte ich auch nicht jede der vielen Spitzfindigkeiten unterschreiben, auch wenn sie noch so liebevoll ausgedacht waren.
Einhellige Meinung der C-und B-Truppe aus dem Westen: Brutal schwere Aufgabenstellung, in der Zeit nicht lösbar, sehr schöne und geeignete Strecken, zu viele Kontrollen ! Apropos Strecken: Wirklich verkehrsarm, bei schönem, kaltem Winterwetter, aber die kleinen Weiler in Frankreich wirkten doch sehr bescheiden, die "Grande Nation" scheint für seine Grenzbewohner wenig übrig zu haben…
Ein reichliches Schnitzel- und Pasta-Buffet wartete im Ziellokal, dem Turnerheim Griesborn/Saar. Flotte Bedienung, und da wir dort übernachteten, konnten wir mit Fachsimpeln den Abend ausklingen lassen. Natürlich wurde der Aushang und die Idealstrecke eifrig diskutiert, aber bis zur zügigen Siegerehrung blieb es friedlich. Natürlich gab es Lob für Ralf und sein Team, für eine Fahrt, wo man in der Tat an Grenzen gehen mußte. Der Spaß blieb dabei auf das Ende zu leider auf der Strecke.
Aber am Sonntag haben wir noch in Koenigsmacker französische Bistro-Kultur und mittags in Sierck-les-Bains die Küche genossen. Da war die gute Laune wieder da ! Und warum nicht noch einmal ?
Dr. Rainer M. Holzborn                                                                                                                         Ergebnisliste >>>