25. August 2018 - Ori Rund um die Rehburger Berge

Auch Rehburg in Niedersachsen war uns aus dem letzten Jahr in bester Erinnerung geblieben, hatten Marcel und ich dort die Klasse A gewonnen. Diesmal tauschten wir die Plätze, und wechselten, wie schon das ganze Jahr, in Klasse B.
13 C-Teams und 8 B-Teams waren am Start, und Jan Sieper, wieder mit Günter Kettler unterwegs, sowie Witte/Witte (mit + 3 Min. Karenz) sollten beide mit 0 Strafpunkten Platz 1 und 2 in Klasse C unter sich ausmachen. Wir landeten mit 130 Strafpunkten auf Platz 3 der Klasse B (15 Gesamt).
Auch hier prima Fahrtunterlagen, und eine zunächst überschaubar scheinende Aufgabenstellung. Dazu schöne Wirtschaftswege, wenig Verkehr und wenig Radler und Hundeführer, da machte das Fahren richtig Spaß.
Aufgabe 1 im 20-Häuser-Kaff Brokeloh legte mit einigen Pfeilen schon die Fallen für die Zielaufgabe. Weiter gings nach Husum, und auch hier setzte man die "Sperren" für den Rückweg. Aufgabe 4 mit zwei Kartenausschnitten (wobei einer unnötig schien - bis man den Mini-Punkt fand - Rainer Witte deshalb eine alternative Lösung vermutete, die allerdings ins Nirwana führte)und vielen Pfeilen und Strichen in Schessinghausen. Sollte auch für den Rückweg wichtig werden. Aufgabe 5 mit Anfahren von trigonometrischen Punkten. Bei "54" stand eine SK und man bekam einen neuen Fahrtauftrag - die verwirrend rot gezeichnete B6 mußte nun nicht gefahren werden.
(So eine "Änderungs-Anweisung" durch Posten kam noch einmal vor. Ich liebe so etwas gar nicht, denn man kann die neue Anweisung nicht vorplanen, und hat, wenn man Glück hat, nur Zeit durch unnötige Überlegungen verloren !)
Anschließend durch das bekannte Husum, man erinnerte sich. In Bolsehle war dann tief in die Trickkiste gegriffen worden. Neue Streckenführung an der Kreuzung, Pfeil und Strich in der Natur, und der E-Pfeil machte nicht die Straße zu, sondern beinhaltete einen Mini-Strich als Fahrtauftrag, da gab's dann was auf das Fehlerkonto. Nr. 7 dann was zum Fahren, und in 8 wurde dann zum Rundumschlag ausgeholt. "Aufgaben die zwangsweise in einen Nebenweg führen oder enden, sind auf kürzestmöglichem Weg ohne Wenden, ggfls. nach Natur an einem Hauptweg wieder aufzunehmen" - soweit die Grundbestimmung Nr. 6. So standen wir an einem abzweigenden tiefen Ackerweg am Ende einer Sackgasse - und fuhren den nicht ! Trotzdem erwischten wir die Fischgräte richtig, erkannten auch die minimal gestrichelte abzweigende Straße rechts, die in die Pampa führen sollte, hatten aber am Ende (durch den gemachten Fehler) keine Einbahnstraße und somit keinen Grund, die Schleife zu fahren. Die Wendekontrolle 77 haben wir dann auch erst gesehen, als wir vom Stempler in Sichtweite den Fahrtauftrag zum Wenden bekamen, tatsächlich hätte man nach Karte auf die B6 (wieder schön rot gezeichnet) auffahren können, auf der Hinfahrt hatten wir aber bereits die massive Leitplanke gesehen, die dies verhinderte. War genau so gedacht…, Respekt!
Also zurück nach Schessinghausen und Brokeloh, wo die vier simplen Punkte im Kaff unter Berücksichtung von Aufgabe 1 drei ganze Runden erforderlich machten. Fein überlegt.
Weil wir uns 65 Minuten Karenz genommen hatten, und mit hoher Start-Nr. 29, waren wir die letzten im Ziel, und konnten auch sofort beim vorzüglichen und reichlichen Schnitzel-Buffet zugreifen. Aushang war auch schon da, und in der Tat sah es nicht schlecht aus.
Gegen 22 Uhr konnten wir mit je einer Flasche Blanc de Blanc unterm Arm die erstaunlich geräumige und gemütliche Dorfkneipe "Dreschhof" in Borkeloh verlassen. Familie Bleeke und Michael Zeuner und das ganze Team haben eine saubere und lösbare, aber auf hohem Niveau anspruchsvolle Fahrt ausgearbeitet. Da nimmt man gerne 3 Stunden Rückfahrt durch die Nacht in Kauf.
Rainer Holzborn